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Die Chronik von Tales of Tamar

Jahr 280

Seid gegruesst, edle Damen und Herren!

In dieser Ausgabe der Chronik möchte ich mich, wie ich versprochen hatte, den verschiedenen Glaubensrichtungen und Religionen der einzelnen Länder widmen.

Zuallererst aber einige Worte zum aktuellen Geschehen in den Weiten Tamars. Die letzten Jahre verliefen größtenteils ruhig und friedlich. Lediglich Lord Torkan hat einmal mehr mit einigen Streitigkeiten, in die er verwickelt war, von sich reden gemacht. Zuerst gab es Unstimmigkeiten mit Graf Lucksi, welcher eine Armee zum Kampftraining in sein Land entsandt hatte. Diese Armee hatte angeblich die Grenzen des angedachten Übungsprogrammes überschritten, als sie eine Stadt Torkans Angriff. Nun ist zwar der Tod unschuldiger Bürger in Torkans Stadt sehr bedauerlich und sicher wäre das vermeidbar gewesen, andererseits hat dieser Angriff ihm gezeigt, daß er im Falle eines ernsthaften Konfliktes wohl nur wenige Überlebenschancen hätte. Kurz darauf wurde Lord Torkan von Baron Balthasar beschuldigt, zwei von dessen Schiffen versenkt zu haben. Baron Balthasar war sehr ungehalten und drohte schreckliche Vergeltung an. Mittlererweile stehen die Wetten auf ein langes Leben Lord Torkans eher schlecht, hat er sich doch in den wenigen Jahren seiner Regentschaft den Unmut so vieler Lords zugezogen, wie kaum ein Anderer vor ihm. Ob er nun letztendlich allein Schuld ist an dieser Entwicklung oder auch nicht, so scheint das gewaltsame Ende seiner Regentschaft nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Zu etwas Erfreulicherem. Ich war vor einiger Zeit als Gast auf einer Hochzeit geladen. Baron Guother und Freiherrin Veridian schlossen feierlich den Bund fürs Leben. Die Trauung in der Kapelle von Tintajol war wirklich wundervoll und manch gestandener Lord konnte sich eine Träne der Rührung nicht verkneifen. Altkaplan Traugott, seines Zeichens Ziehvater des Bräutigams, hielt eine wirklich ergreifende Zeremonie ab, während derer das Brautpaar auch die herrlichen Ringe tauschte, welche ihm vom ehrenwerten Skar zum Geschenk gemacht worden waren.

Daran anschließend gab es ein großes Festmahl mit vielen Gästen aus aller Herren Länder. Speis und Trank waren reichlich aufgetischt, während Gaukler und Musikanten für die Unterhaltung der Gäste sorgten. Ich hatte die Feier früher verlassen, aber Baron Guother berichtete mir später von einem kleinen Zwischenfall zu fortgeschrittener Stunde. Es wurde noch ein kleiner Wettstreit im Bogenschießen abgehalten. Dabei hatte Lord Laurentius, der ja auch in der Taverne gelegentlich durch das Vertilgen abnorm großer Essensmengen auffällt, seine ob des reichlichen Essens beachtliche Leibesfülle nicht mehr ganz im Griff und platzierte dadurch einen Fehlschuß, welcher Baron Guother nur knapp verfehlte. Zum Glück hatte der Schuß aber keinen Schaden angerichtet und so konnte das Fest in bester Laune zuende gebracht werden.

Kurz darauf schenkte Freiherrin Veridian einem gesunden Jungen das Leben. Der zukünftige Stammhalter wurde Tankred genannt und scheint sich prächtig zu entwickeln. Zur Geburt wurde eigens Kaplan Traugott aus seinem wohl verdienten Ruhestand zurückgeholt, den er nach dem Vollzug der Trauung von Guother und Veridian eigentlich antreten wollte.

Der gute Traugott hat schon ein gesegnetes Alter erreicht und er hatte sich das Land von Lord Skröggur mit seinem milden Klima für seinen Lebensabend ausgesucht. Lady Veridian bestand aber darauf, daß ihr Traugott bei der Entbindung beistehen sollte und so wurden eiligst Botschaften ausgetauscht und schließlich traf er noch rechtzeitig ein. Nun aber genießt er wohl die Gastfreundschaft von Lord Skröggur und verlebt hoffentlich noch einige ruhige Jahre in dessen Land.

An dieser Stelle will ich nun auf die verschiedenen Glaubensrichtungen Tamars eingehen. Ich werde nicht auf jedes Detail der einzelnen Religionen eingehen, da der geneigte Leser dazu umfangreiche Schriften in der Halle der allgemeinen Aushänge finden kann.

Die meisten Reiche haben einen relativ einheitlichen Glauben, der auf der Verehrung einer Vielzahl von Göttern beruht. Diese unterteilen sich in Götter des Lebens, Götter des Wachstums und Elemantargötter. Diese drei Hauptgruppen unterteilen sich dann in Untergruppen, wie etwas die Elementargötter sich in Gottheiten des Wassers, des Feuers, der Luft und der Erde. Jede dieser Untergruppen nimmt in sich dann meist mehrere Götter auf, die namentlich benannt werden.

Neben diesem allgemeinen Glauben haben sich aber noch einige spezielle Religionen gebildet. Die bekannteste dürfte wohl der Kathekysmus sein, welchen ich auch hier in der Chronik schon erwähnte. Der Kathekysmus-Glaube wurde vor vielen Jahren von Father McKenzie, dessen Name älteren Lords sicher noch ein Begriff sein wird, ins Leben gerufen. Im Laufe der Zeit schlossen sich mehrere Reiche diesem Glauben an.

Der Kathekysmus predigt vom Allvater, der die Pflanzen, Tiere und Menschen auf Tamar erschuf. Dabei spielte ein Hase eine große Rolle und außerdem kleine Steineier, die selbiger auf der Erde verteilte und aus denen sich das gesamte Leben Tamars entwickelt haben soll. Die wichtigsten Dinge, den Kathekysmus betreffend, sind in einer Schriftrolle niedergeschrieben, deren Übersetzung nach meinem Kenntnisstand noch immer nicht vollständig abgeschlossen ist.

Die vielen Anhänger dieser Religion haben in der Vergangenheit schon mehrere Klöster errichtet und sind ständig bestrebt, ihren Glauben weiter zu verbreiten und den Menschen näher zu bringen.

Als nächstes soll hier der Orden des heiligen Willibaldus erwähnt werden. Es handelt sich hierbei zwar nur um eine kleine klösterliche Glaubensgemeinschaft, welche sich aber durch eine Besonderheit von den meisten anderen Religionen abhebt, und zwar werden in diesem Orden körperliche und geistige Genüsse nicht nur toleriert, sondern ausdrücklich gefördert. Die Klosterbewohner stellen Kräutermittel, Tränke und häusliche Ratgeber her und verkaufen diese zum Unterhalt ihres Klosters. Diese Dinge erfreuen sich eines sehr guten Rufes und gelten unter Kennern als wahrer Geheimtip.

Hier soll auch der Orden der Angotisten genannt sein, wenngleich er nur kurze Zeit in Erscheinung trat. Dieser Orden wurde von Lord Landon ins Leben gerufen, welcher seinerzeit von einem Propheten berichtete, der eine neue Religion predigte. Leider ist mir über diesen Orden nichts näheres bekannt und er scheint mit dem Ableben Lord Landons auch ausgestorben zu sein.

Nun noch einige Worte zum Orden der heiligen Guridh. Dieser Orden zeichnet sich durch ein straffes Reglement aus, welches ich durch Fürsprache des Ordensgroßmeisters Guother persönlich einsehen durfte. Aufgaben und Ziele des Ordens sind in dieser sogenannten Ordensregel exakt festgelegt. Der Guridh-Orden verehrt als Schutzpatronin die Heilige Guridh und besitzt inzwischen eine stattliche Anhängerschaft.

Zu guter Letzt sei hier noch eine weitere Glaubensrichtung erwähnt, welche im Lande von Lord Skröggur gepflegt wird. Dort glaubt man an eine Göttlichkeit, welche sich in zweierlei Gestalt offenbart und zwar zum einen als Jäger und zum anderen als Mutter. Diese beiden werden einerseits als gegensätzlich, dabei aber doch Teil eines größeren Ganzen und sich gegenseitig ergänzend, beschrieben.

Diese Vorstellung erhebt keinesfalls Anspruch auf Vollständigkeit. Sie soll lediglich aufzeigen, daß es in den vielen Ländern Tamars eine Vielzahl von Glaubensrichtungen gibt, die bisher weitestgehend harmonisch nebeneinander her existieren und sich gegenseitig respektieren.

Wenn sich der Leser dieser Zeilen eingehender informieren möchte, sei an dieser Stelle nochmals auf die Halle der Aushänge verwiesen, in der sich im Laufe der Jahre recht zahlreiches Material zu dem einzelnen Religionen angesammelt hat.

Tamar, im Jahre 280

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